Probeentnahmen zur Prüfung des Trinkwassers

Bereits die „Erste Verordnung zur Änderung der TrinkwV“ aus dem Jahr 2001 schreibt eine jährliche Untersuchung von öffentlichen Gebäuden auf Legionellen für Großanlagen zur Trinkwassererwärmung vor. Seit November 2011 müssen auch Hauseigentümer und Hausverwaltungen ihre Hausinstallationen mit Großanlagen zur Trinkwassererwärmung regelmäßig auf Legionellen untersuchen lassen! Hierfür ist eine qualifizierte Probeentnahme durchzuführen, bei der während der Entnahme oder auf dem Weg ins Labor keine Kontamination entstehen darf.

Welche Anlagen sind zu prüfen? Hier die Kriterien der Trinkwasserverordnung:

  • Als Großanlagen gelten Warmwasser-Installationen mit mehr als 400 Liter Inhalt oder Warmwasserleitungen mit mehr als drei Liter Inhalt zwischen dem Trinkwasser-Erwärmer und der Entnahmestelle.
  • Die Probenahme hat dabei gemäß der „DIN EN ISO 19458 Wasserbeschaffenheit-Probenahme für mikrobiologische Untersuchungen“ zu erfolgen.
  • Für die Probeentnahmestellen kommt die „Technische Regel Arbeitsblatt W551 vom April 2004 des DVGW“ zur Anwendung. Trinkwasser-Proben werden vom Warmwasser-Vorlauf und dem Zirkulationsrücklauf auf Legionellen untersucht.

Was müssen Sie als Vermieter nun konkret tun?

Jeder Vermieter muss überprüfen, ob für die Trinkwasser-Installation eine Untersuchungspflicht nach oben genannten Kriterien besteht. Trifft dies zu, müssen Sie Ihre Anlage dem zuständigen Gesundheitsamt melden. Ferner sind Sie verpflichtet, Ihre Anlagen ohne Anweisung durch das Gesundheitsamt auf Legionellen untersuchen lassen und müssen dafür ein zertifiziertes Labor beauftragen. Sie als Vermieter müssen dem Gesundheitsamt die Untersuchungsergebnisse binnen von zwei Wochen nach Abschluss der Analyse melden.

Gerne unterstützen wir Sie als Fluschnik Versorgungstechnik GmbH beim Einbau von Probeentnahmeventilen, der Probenahme sowie der Analytik und Bewertung von Trinkwasser in Berlin. Dabei stehen uns auch für die Probeentnahme akkreditierte Probenehmer zur Verfügung.